Drei Bereiche sind besonders relevant:
1. Der Benutzer als Risikofaktor. In den meisten Fällen entsteht das Risiko nicht durch die KI selbst, sondern durch wer sie nutzt, wie und für welche Prozesse. Wer KI-Ergebnisse ungeprüft übernimmt, keine Ahnung vom Thema hat oder keine klaren Nutzungsregeln hat, erhöht die Gefahr von Fehlentscheidungen und Falschinformation – im Business wie im Privaten, besonders bei Jugendlichen und ungeschulter Nutzung.
2. Datenschutz und DSGVO. Sensible Daten von Kunden, Mitarbeitern oder Prozessen in KI-Tools zu verarbeiten, die z. B. in den USA gehostet sind, kann schnell zu Verstößen führen. Die Folgen können teuer und imageschädigend sein. Bevor Daten in KI-Systeme fließen: Hosting, Verträge und Zweck genau prüfen.
3. Geistiges Eigentum und Reputation. KI kann Stimmen, Bilder und Texte täuschend echt imitieren. Das eröffnet Möglichkeiten für Missbrauch – von gefälschten Videos bis zur Kopie von Marken und Personen. Gerade Künstler, Marken und Personen des öffentlichen Lebens müssen sich überlegen, wie sie ihr geistiges Eigentum und ihre Identität schützen.
Gleichzeitig gilt: KI ist ein wichtiges Thema, aber nicht das einzige. Lieferketten, Mitarbeiterführung, Versorgungsnetze (Strom, Internet, Wasser), IT-Ausfall oder Standortrisiken können für ein konkretes Unternehmen die größeren Treiber sein. Risikomanagement bleibt ganzheitlich – und erkennt an, dass der Mensch das Bindeglied zwischen allen Themen ist.